Titel Geschichtswerkstatt Sommer
                                                                                                                      

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Wie viele Esel gibt es in Unna?

Kreativer Stadtspaziergang einer Kindergruppe der JKS mit Klaus Thorwarth

Wie viele Esel gibt es in Unna? Diese gar nicht so leicht zu beantwortende Frage stellte sich einer Kindergruppe der Jugendkunstschule in der vergangene Woche bei einem Stadtspaziergang.

Den ersten Esel hatten die Kinder auf einer Bank im Bornekamp entdeckt. Zu ihrer Überraschung war es ein lebendiger. Unter der Eselsmaske verbarg sich Klaus Thorwarth, Sprecher der Geschichtswerkstatt, der die Entdeckungsreise führte. Sie ist eingegliedert in eine Unnaer Kreativwerkstatt, die von der Landesinitiative "Junge Bilder vom Alter" des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird und an der sich die Unnaer Kulturbetriebe und das Forum Generationen beteiligen.

Die Ergebnisse des Projekts sind in einem Magazin für Alltagskultur und Stadtgeschichte, dokumentiert, das in Unna kostenlos ausgelegt ist. Präsentiert wurden sie am 9. November am Tag der Generationen im Schauspielhaus Bochum.

„Eselskenner“ Klaus Thorwarth erzählte den Kindern nicht nur, was Unna mit dem Esel zu tun hat, sondern zeigte ihnen auch kaum bekannte Esels-Darstellungen. Hätte er ihnen zum Beispiel den in Sandstein gemeißelten Esel mit Treiber am Turm der Katharinenkirche nicht mit Hilfe eines Fernglases gezeigt, hätten sie ihn nicht entdeckt. Warum der Esel dort  hingekommen ist, darüber wird heute noch gerätselt.

Bei der Stadtführung sahen sich die JKS-Schüler, die von Kursleiterin Julia Weber und Magdalena Skorupa vom Städtenetzwerk begleitet wurden, auch markante Orte wie den Oelckenturm, den Marktplatz und die Stadtkirche an. Anhand von Federzeichnungen des Künstlers Gustav Lambardt aus dem vorigen Jahrhundert untersuchten sie die Veränderungen, die sich seitdem im Stadtbild ergeben haben.

In diese Woche trafen sich die Kinder mit ihrer Kursleiterin erneut in der Stadt. Ausgerüstet mit Klemmbrettern und Zeichenstiften setzten sie die Lambardt-Bilder an den historischen Gebäuden in eigene Zeichnungen um.

Die Frage nach der Zahl der Esel in Unna konnte übrigens nicht beantwortet werden. „Es sind einfach zu viele“,  meinten die Kinder, die sich auch über die vielen Esels-Plastiken freuten.

 
 
 

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